Eine Alternative gibt es nicht

Ministerpräsident Torsten Albig im Gespräch mit Reinhard Christiansen und Hermann Albers auf dem 2. Windbranchentag in Schleswig-Holstein.

Auf dem 2. Windbranchentag in Schleswig-Holstein trifft die Landespolitik mit der Windenergiebranche zusammen. Vier Wochen vor der Landtagswahl trafen sich Ministerpräsident Torsten Albig sowie der Energiewendeminister Dr. Robert Habeck und Mitglieder der Landtagsfraktionen mit rund 500 Vertretern der Windenergiebranche und der Erneuerbaren Energien.

In Husum drehte sich am 6. April alles um die künftige Bedeutung der Windenergie im Land zwischen den Meeren. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche politischen Hebel bewegt werden müssen, damit Schleswig-Holstein als Vorreiterland der Windenergie weiter auf dem energiepolitischen und wirtschaftlichen Erfolgskurs bleibt. Eine entscheidende Rolle wird dabei spielen, wie gut es der Branche gelingen wird, die Bürger auf dem Weg der Energiewende zu überzeugen und mitzunehmen.

Auf dem größten Treffen der Windenergiebranche in Schleswig-Holstein wurden deshalb nicht nur die aktuellen Herausforderungen der Windenergie diskutiert, sondern auch Innovationen und neue Ansätze vorgestellt, wie die Energiewende wieder stärker zu einem gemeinsamen Projekt der Bürger werden kann.

Ministerpräsident Torsten Albig forderte in seiner Rede ein bundeseinheitliches Netzentgelt. Es müsse Schluss damit sein, dass die Stromkunden im Norden aufgrund der großen Fortschritte beim Ausbau der Erneuerbaren mehr zahlen müssten, als in anderen Regionen. Kritikern des Windenergieausbaus hielt er entgegen, dass es gelte, offen anzuerkennen, "dass die Energiewende die Landschaft verändere". Eine Alternative sehe er nicht, wenn man auf die Atomkraft verzichten wolle.

BWE-Präsident Hermann Albers berief sich auf die Ziele von Paris und wies darauf hin, dass  diese mit der im Ausschreibungssystem angelegten Halbierung des Zubaus für Wind an Land auf bundesweit 2.800 Megawatt ab 2019 nicht erreichbar seien.

Weitere Themen des Branchentages waren unter anderem neue Geschäftsmodelle für die Windbranche auf dem Weg in die Sektorenkopplung oder der Entwicklungsstand der neuen Landesplanung im Hinblick auf Flächenausweisung und Repowering.