“Offshore ist eine ganz andere Industrie”

Christian Schnibbe auf der BWE Delegiertenversammlung

Interview mit Christian Schnibbe, Head of Communication, wpd AG über die allgemeine Marktlage und die Entwicklungen On- und Offshore bei wpd.

Herr Schnibbe, die deutsche Windbranche erwartet in diesem Jahr einen Rekordzubau. wpd ist einer der größten Betreiber. Welche Entwicklung erwarten sie für 2015 in Deutschland?

Wir rechnen 2014 mit einem Zuwachs von etwa 200 Megawatt für die wpd in Deutschland – dazu noch einmal 100 MW im Ausland. Insgesamt könnten im laufenden Jahr in Deutschland rund 3.500 Megawatt errichtet werden.

Für die darauf folgenden Jahre  erwarten wir einen moderaten Anstieg unserer Errichtungszahlen.

Mit dem Offshore-Windpark Butendiek steigern Sie noch einmal Ihr Engagement im Offshore-Markt. Welche Erfahrungen machen Sie?

Offshore ist eine ganz andere Industrie ist als Onshore. Wir haben mit Baltic 1 und der Kooperation mit dem EnBW bereits vielseitige Errichtungs-Erfahrungen gesammelt, etwa bei der Koordination der einzelnen Gewerke. Aber jedes Projekt hat seine spezifischen Anforderungen: Der Baugrund stellt eigene Anforderungen, Baufenster müssen eingehalten werden und wir stehen in internationalem Wettbewerb, was die Logistikketten betrifft. Wir lernen jeden Tag dazu. Bisher liegen wir mit Butendiek im Zeitplan und im Budget.

Wie viele Mitarbeiter  haben sie derzeit und wie viele Neueinstellungen plant WPD im nächsten Jahr?

Die WPD-AG hat aktuell 420 Mitarbeiter, in der gesamten WPD-Gruppe sind es etwa 1000.

Wir setzen auf ein moderates und nachhaltiges Wachstum.

Dabei  passen wir uns dabei den Entwicklungen der Märkte an – Zuwächse im Bereich des Mitarbeiterstammes zu prognostizieren erscheint da weniger zielführend.