160 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und der Erneuerbaren Branche diskutierten in Hannover, wie die Energiewende zugunsten eines effektiven Klimaschutzes zeitnah umgesetzt werden kann. Dabei ging es nicht um das Ob, sondern um das Wie und Wann. In durchaus kritisch geführten Fachdiskussionen wurden die Hemmnisse für den Zubau, aber auch die positiven Konjunktureffekte von Erneuerbaren Energien beleuchtet. Insbesondere die Genehmigungssituation im Land wurde übergreifend über alle Foren, die die Themen Wind, Biogas und Solar betrafen, festgestellt. Die Umstellung auf systemdienliche Verfahren wird am Markt nicht honoriert und regulativ erschwert.

Bärbel Heidebroek, LEE-Vorsitzende, erklärte: „Es ist nicht 5 vor 12, es ist mindestens 1 Minute vor 12, in manchen Bereichen sogar schon 5 nach 12, weil wir schon jetzt Teile der Wertschöpfungskette verloren haben.“ Heidebroek betonte die Notwendigkeit, das Klimaschutzgesetz zu verabschieden und den Klimaschutz in die niedersächsische Verfassung aufzunehmen und damit Natur- und Artenschutz endlich gleichberechtigt gegenüber zu stellen. Die Branche besitze das Potenzial, als Konjunkturmotor die lahmende Wirtschaft in Gang zu bringen: Die niedersächsischen und Bremer Erzeuger Erneuerbarer Energien könnten innerhalb kurzer Zeit Projekte im Umfang von mindestens einer halben Milliarde Euro umsetzen.

Stephan Weil, Niedersachsens Ministerpräsident, hob in einer Videobotschaft ebenfalls die Notwendigkeit des Ausbaus der Erneuerbaren Energien hervor. Auch Dr. Maike Schaefer, Bremer Umweltsenatorin, Dr. Bernd Althusmann, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers sowie Niedersachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Olaf Lies sprachen sich einhellig für den zukunftsweisenden Ausbau der Erneuerbaren Energien in Bremen und Niedersachsen aus.


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