Siemens Energy hat das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen und alle seine unterjährig angehobenen Finanzziele erreicht, in Teilen sogar übertroffen. Trotz eines insgesamt moderaten globalen Wirtschaftswachstums erwies sich der Energietechnologie-Sektor auch in diesem Jahr als äußerst attraktiv und dynamisch. Siemens Energy konnte in diesem Umfeld mit einer starken Entwicklung in allen Geschäftsbereichen überzeugen. Getrieben von einem deutlichen Wachstum in allen Segmenten stiegen die Auftragseingänge auf 58,9 Mrd. Euro (+19,4 % gegenüber 2024, auf vergleichbarer Basis), der Umsatz erreichte 39,1 Mrd. Euro (+15,2 %). Die Marge vor Sondereffekten lag bei 6 % (Ergebnis vor Sondereffekten: 2,355 Mrd. Euro). Der Gewinn nach Steuern betrug 1,685 Mrd. Euro (2024: 1,335 Mrd. Euro).
Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt Siemens Energy eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie vor, was 50 % des auf Aktionäre der Siemens Energy AG entfallenden Gewinns nach Steuern entspricht, bereinigt um außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte. Darüber hinaus hebt das Unternehmen seine Mittelfristziele für 2028 an: Angestrebt werden nunmehr eine Marge vor Sondereffekten von 14 % bis 16 % sowie auf vergleichbarer Basis ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Christian Bruch, CEO von Siemens Energy, fasst das Jahr zusammen:
„2025 war ein erfolgreiches Jahr für uns. Wir sind profitabel und nachhaltig gewachsen und haben den Unternehmenswert deutlich gesteigert. Erstmals seit vier Jahren zahlen wir wieder eine Dividende – ein klares Signal an unsere Aktionärinnen und Aktionäre. Dieser Erfolg war kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis harter Arbeit unserer Belegschaft. Weil wir auch künftig an ein starkes Marktumfeld glauben, heben wir unsere mittelfristigen Ziele bis 2028 spürbar an.“
Ein Jahr geprägt von wichtigen Fortschritten in allen Bereichen
Siemens Energy hat im Geschäftsjahr 2025 wichtige Fortschritte erzielt und ein profitables sowie nachhaltiges Wachstum generiert. Die Windkraft-Tochter Siemens Gamesa verbesserte Qualität und Kostenstruktur deutlich und hat die überarbeitete Onshore-Plattform 5.X wieder im Markt eingeführt.
Siemens Energy ersetzte die Rückgarantievereinbarung mit der deutschen Bundesregierung über 11 Mrd. Euro vorzeitig durch eine neue Banken-Garantievereinbarung über 9 Mrd. Euro, wodurch u.a. die Einschränkung für Dividendenzahlungen für dieses Geschäftsjahr aufgehoben wurde. Zudem erhielt das Unternehmen im Juni 2025 erstmals ein Investment-Grade-Rating von Moody’s (Baa2 mit positivem Ausblick) sowie im Mai eine Hochstufung auf „positiver Ausblick“ durch S&P.
Die weltweit steigende Nachfrage nach Strom war ein zentraler Treiber für Investitionsentscheidungen in Höhe von bis zu 2 Mrd. Euro – darunter 220 Mio. Euro für das Transformatorenwerk in Nürnberg sowie Investitionen in bestehende Standorte, z.B. in den USA, Indien, Kroatien, Österreich, Saudi-Arabien oder Brasilien. Siemens Energy schärfte zudem sein Portfolio, insbesondere im Windgeschäft von Siemens Gamesa. So wurde im Dezember das Geschäft mit Leistungselektronik an ABB verkauft. Im März 2025 veräußerte das Unternehmen außerdem 90 % seines Windgeschäfts in Indien und Sri Lanka an eine Investorengruppe unter der Führung von TPG. Bei beiden Transaktionen steht das Closing noch aus und wird im Laufe des 1. Quartals im Geschäftsjahr 2026 erwartet.
Starke operative Entwicklung in allen Geschäftsbereichen
Mit einem Auftragseingang von 58,9 Mrd. Euro erreichte der Auftragsbestand erneut einen Rekordwert von 138 Mrd. Euro – begleitet von einer weiteren Verbesserung der Margenqualität. Besonders Gas Services trug zum Wachstum bei und verzeichnete ein vergleichbares Plus von 42,9 % gegenüber dem Vorjahr; insgesamt 194 Gasturbinen wurden im Geschäftsjahr verkauft. Grid Technologies profitierte von einer hohen Nachfrage im US-Produktgeschäft, wodurch der Auftragseingang auf über 21 Mrd. Euro stieg. Auch bei Siemens Gamesa zogen die Bestellungen wieder an, nachdem ein Verkaufsstopp im Vorjahr zu einem deutlichen Rückgang geführt hatte.
Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 15,2 % auf 39,1 Mrd. Euro – getragen von allen Segmenten und leicht über dem erwarteten Wachstumskorridor des Konzerns (13 % bis 15 %). Das Ergebnis vor Sondereffekten belief sich auf 2,355 Mrd. Euro (GJ 2024: 345 Mio. Euro), wobei alle Geschäftsbereiche zum Ergebnis beitrugen. Ein besonders starkes Wachstum verzeichnete Grid Technologies, angetrieben durch eine Verlagerung hin zu einem Geschäft mit kürzeren Produktzyklen. Gas Services erzielte mit fast 1,6 Mrd. Euro ein Rekordergebnis.
Transformation of Industry profitierte insbesondere vom Geschäft mit industriellen Dampfturbinen, Generatoren und Kompressoren. Alle Segmente erfüllten oder übertrafen ihre Erwartungen für das Geschäftsjahr. Die Ergebnismarge vor Sondereffekten lag bei 6 % und damit am oberen Ende der prognostizierten Spanne von 4 % bis 6 %. Der Free Cash Flow vor Steuern stieg auf 4,663 Mrd. Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt – deutlich über der angepassten Prognose von rund 4 Mrd. Euro. Gas Services und Grid Technologies trugen maßgeblich zur starken Gesamtleistung bei, unterstützt durch positive Cashflows aus weiteren Bereichen und trotz der erschwerten Bedingungen bei Siemens Gamesa.
Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich auf 1,685 Mrd. Euro (GJ 2024: 1,335 Mrd. Euro). Einzelheiten und weitere Details sowie die Zahlen für das vierte Quartal können dem Anhang entnommen werden.
Starke Geschäftsentwicklung und wachsender Strommarkt ebnen Weg für neue Ziele
Das Marktumfeld bleibt attraktiv. Siemens Energy geht auch zukünftig von einer Steigerung des weltweiten Strombedarfes aus – getrieben durch Bevölkerungswachstum und steigende Lebensstandards, die zunehmende Elektrifizierung sowie den steigenden Strombedarf von Rechenzentren, insbesondere durch Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Prognosen zufolge wird die globale Stromnachfrage bis 2035 um circa 45 % zunehmen.
Dieses Wachstum spiegelt sich auch in der Prognose von Siemens Energy für das Geschäftsjahr 2026 und darüber hinaus wider. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen ein vergleichbares Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 11 % bis 13 % und eine Ergebnis-Marge vor Sondereffekten zwischen 9 % und 11 %. Darüber hinaus wird ein Gewinn nach Steuern im Bereich von 3 Mrd. Euro bis 4 Mrd. Euro sowie ein Free Cashflow vor Steuern im Bereich von 4 Mrd. Euro bis 5 Mrd. Euro angestrebt. Die erwartete Verbesserung der Profitabilität beinhaltet die Annahme, dass Siemens Gamesa im Geschäftsjahr 2026 die Gewinnschwelle erreicht. Die Annahmen für die einzelnen Geschäftsbereiche sowie weitere Details finden sich im Anhang. Aufgrund der weiterhin positiven Marktaussichten sowie struktureller und operativer Fortschritte hat Siemens Energy seine mittelfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele für das Geschäftsjahr 2028 angehoben. Das Unternehmen strebt nun bis 2028 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis im niedrigen Zehnerprozentbereich an. Für die Ergebnismarge vor Sondereffekten im Geschäftsjahr 2028 wird nunmehr eine Spanne zwischen 14 % und 16 % angestrebt.
Maria Ferraro, CFO von Siemens Energy:
„Wir sind stolz auf das, was wir bisher erreicht haben, aber uns ist auch klar, dass die zurückliegenden Erfolge kein Garant für zukünftige Ergebnisse sind. Unser Fokus liegt darauf, nachhaltigen Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre zu schaffen und profitables Wachstum zu erzielen. Wir haben intensiv daran gearbeitet, unsere Bilanz zu stärken und verfügen heute über ein starkes finanzielles Fundament. Die ambitionierten Ziele, die wir uns für die kommenden Jahre gesetzt haben, zeigen, wie entschlossen und auch selbstbewusst wir sind, die Chancen eines starken Marktumfelds aktiv zu nutzen.“
Quelle: Siemens Energy
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