Das Projekt liegt auf der Gemarkung Besenfeld der Gemeinde Seewald im Landkreis Freudenstadt – einer Region, die durch zahlreiche mittelständische Unternehmen geprägt ist. Die Erneuerbare Energien Fabrik übernimmt den Windpark Seewald von der KMW AG (Kraftwerke Mainz-Wiesbaden), der hundertprozentigen Muttergesellschaft des Projektentwicklers ALTUS renewables GmbH.

ALTUS hat das Projekt bis zur Übergabe erfolgreich entwickelt – nun beginnt die Zusammenarbeit im Bau. Mit ALTUS tritt ein erfahrener Projektentwickler an die Seite von EEF, dessen regionale Expertise und Erfahrung den weiteren Verlauf des Vorhabens maßgeblich unterstützen werden.

„Die weitere Zusammenarbeit mit ALTUS ist ein großer Gewinn“,

erklärt EEF-Projektleiter Julian Kilchling.

„Es ist wertvoll, auch im nächsten Projektschritt auf langjährige Erfahrung und bewährte Strukturen zurückgreifen zu können – das schafft Verlässlichkeit und Effizienz im Bauprozess. Besonders wichtig sind dabei die über Jahre gewachsenen Kontakte von ALTUS zu Eigentümer:innen, Baufirmen und Gemeinden. Als lokal ansässiger Partner bringt ALTUS diese Stärke direkt ins Baumanagement ein – ein großer Vorteil für die laufende Bauphase.“

Auch für Marco Eggensperger, Geschäftsführer von ALTUS, stellt das Projekt eine Kooperation mit Mehrwert dar, deren Vorteile langfristig den Anwohnenden und der Gemeinde zugutekommen werden.

„Wir freuen uns, mit einem starken Partner die nächsten Bauetappen einleiten zu können. Auch künftig bleiben wir in Entwicklung und Bau eingebunden und begleiten den weiteren Ablauf insbesondere durch die Koordination vor Ort.“

Klimaschutz mit Wirkung: 75.000 Tonnen CO₂-Einsparung pro Jahr

Mit insgesamt acht Windenergieanlagen der Firma Nordex – sieben vom Typ N149 (je 5,7 MW) und einer N133 (4,8 MW) – wird das Projekt Seewald künftig jährlich knapp 100.000 MWh sauberen Strom erzeugen. Das entspricht der Versorgung von rund 28.000 Haushalten pro Jahr und vermeidet zugleich etwa 75.000 Tonnen CO₂ – ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende 2.0. Um diese Wirkung künftig noch zu verstärken und die Erneuerbare Energie flexibler sowie bedarfsgerechter bereitstellen zu können, wird derzeit die Integration eines Speichers geprüft.

Eigenes Umspannwerk sichert Netzanschluss und regionale Netzinfrastruktur

Ein zentrales Element des Projekts Seewald ist der Bau eines eigenen Umspannwerks, dessen Baustart bereits erfolgt ist. Der direkte Netzanschluss vor Ort stellt einen wichtigen Meilenstein für die Umsetzung des Projekts dar – sowohl in technischer als auch in strategischer Hinsicht.

Das Umspannwerk gewährleistet nicht nur die Einspeisung des erzeugten Stroms in das Stromnetz, sondern stärkt zugleich die regionale Netzinfrastruktur. Dadurch entsteht langfristig ein stabiler Einspeisepunkt, der auch künftige Energieprojekte in der Umgebung unterstützen kann. Das Projekt Seewald leistet damit einen über den eigenen Standort hinausgehenden Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum erfolgreichen Umbau des Energiesystems.

Wichtiger Beitrag für die regionale Energiewende

Das Projekt entsteht in einer Region, in der Windenergie bislang nur in geringem Umfang vertreten ist. Gerade in Baden-Württemberg mit seiner starken Industrie und hohem Stromverbrauch ist der Ausbau ein wichtiger Baustein für die Energiewende. Zusammen mit der bereits ausgeprägten Solarenergie entsteht so ein flexiblerer Energiemix, der auch Dunkelflauten besser ausgleichen kann. Der Standort Seewald steht damit exemplarisch für das Ziel, den Ausbau Erneuerbarer Energien deutschlandweit dezentral voranzutreiben – auch abseits der bereits etablierten Windenergie-Schwerpunkte.

Quelle: EEF


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