Es ist das zentrale Infrastrukturprojekt der Energiewende. Die Gleichstrom-Erdkabel werden künftig mit einer Übertragungskapazität von 4 Gigawatt Windstrom vom Norden in den Süden Deutschlands transportieren – genug, um etwa 10 Millionen Haushalte klimafreundlich mit Strom zu versorgen. SuedLink ist daher von zentraler Bedeutung für die Netzstabilität und Versorgungssicherheit in Deutschland.

Im Rahmen des Festakts betont TransnetBW-Geschäftsführer Dr. Werner Götz:

„Mit dem Baustart in Thüringen treiben wir den Ausbau der Energieinfrastruktur konsequent voran und leisten einen wichtigen Beitrag zur Beschleunigung der Energiewende. SuedLink wird künftig Windstrom aus dem Norden in die industriestarken Regionen im Süden transportieren – dorthin, wo er gebraucht wird. So stärken wir die Versorgungssicherheit und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland.”

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt erklärt:

„Der Bauauftakt in Thüringen ist ein bedeutender Schritt für die Versorgungssicherheit der gesamten Bundesrepublik. Auch das Grüne Herz Deutschlands braucht sichere und bezahlbare Energie, um weiterhin kräftig schlagen zu können – als leistungsfähiger Wirtschaftsstandort und innovatives Zukunftsland. Gleichzeitig zeigt dieses Großprojekt, dass wir Bedenken ernst nehmen und sorgfältig prüfen – genau das zeichnet unsere Demokratie aus. Am Ende profitieren wir alle von einer Energieinfrastruktur, die Stabilität schafft und unser Land stark für die Herausforderungen von morgen macht.“

Die vorbereitenden Baumaßnahmen in Thüringen haben bereits begonnen. Zunächst erfolgen die Herstellung der Baustellenzufahrten sowie die Einrichtung der erforderlichen Flächen für Geräte und Material. In Wasungen laufen derzeit bereits Vorbereitungen für eine Horizontalbohrung. Mit dieser Technik werden Hindernisse wie Straßen oder Gewässer geschlossen unterquert. Der Einzug der Kabel erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Tiefbauleistungen in Thüringen wurden nach einer europaweiten Ausschreibung an die Bauunternehmen Strabag und Max Bögl vergeben. Strabag ist für den nördlichen Abschnitt, Max Bögl für den südlichen Abschnitt verantwortlich. In den kommenden Monaten werden die Bauarbeiten in vielen Teilbereichen parallel voranschreiten.

Quelle: TransnetBW


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