Die neuen Windkraftanlagen im Landkreis Reutlingen erzeugen künftig mehr als 65 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht rechnerisch dem Bedarf von rund 21.500 Haushalten.

Die Windkraft Schonach GmbH (WKS), ein Unternehmen der RES-Gruppe, hat das Projekt entwickelt. RES übernahm anschließend den Bau. Das Unternehmen hat für den Windpark zudem ein eigenes Umspannwerk errichtet. Heute gehört der Windpark Octopus Energy Generation. Das Unternehmen hält den Windpark im Auftrag der von ihm verwalteten Fonds. RES bleibt über die technische und kaufmännische Betriebsführung in den Betrieb des Windparks eingebunden.

Bei der Einweihungsfeier sagte Ministerpräsident Cem Özdemir:

„Strom muss da entstehen, wo er gebraucht wird: in den wirtschaftsstarken Regionen im Süden. Das senkt die Kosten, um das Netz zu stabilisieren,  und drückt die Strompreise insgesamt. Und genau das passiert hier in Gomadingen. Mit der Einweihung dieser Windräder stärken wir die  Versorgungssicherheit in ganz Deutschland.“

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Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger geplant

Auch Bürgerinnen und Bürger sollen am Windpark Gomadingen teilhaben können. Geplant sind ein Nachrangdarlehen sowie Octopus Energy’s innovativer Windstrom-Tarif, bei dem Strom immer dann besonders günstig wird, wenn der Wind weht.

Zudem soll der Windpark die regionale Wertschöpfung stärken. Die Gemeinde Gomadingen erhält Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Für drei der fünf Anlagen, die auf Gemeindegebiet liegen, kommen Pachterlöse hinzu. Auch die Ortschaften Engstingen und Hohenstein profitieren. Darüber hinaus sind die Kommunen gemäß den Regelungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes an den Stromerträgen der Anlagen beteiligt. Die Gemeinden können die Mittel vor Ort etwa für Infrastruktur, Bildung oder Vereine nutzen.

„Der Windpark Gomadingen zeigt, wie die regionale Energiewende gelingen kann: Die Anlagen erzeugen Strom vor Ort, die Kommunen profitieren finanziell, und auch Bürgerinnen und Bürger sollen sich beteiligen können. So entsteht erneuerbare Energie mit konkretem Nutzen für die Region“,

sagt Gerhard Kienzler, Geschäftsführer bei RES.

Bau des Windparks früher abgeschlossen als geplant

Der Einweihung war eine herausfordernde Planungs- und Bauphase vorausgegangen. Vor allem die Montage der Anlagen im Winter war durch Schnee, Eis, Nebel und starke Winde geprägt. Während der Bauphase wurden zudem umfangreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen umgesetzt, um Eingriffe möglichst gering zu halten und Flächen ökologisch aufzuwerten. Dennoch konnte das Unternehmen den Windpark rund drei Monate früher als ursprünglich geplant fertigstellen.

„Die Bauphase war geprägt von anspruchsvollen Wetterbedingungen und komplexer Logistik. Dass der Windpark dennoch vorzeitig in Betrieb gehen konnte, zeigt, dass das Projektteam und die am Bau beteiligten Firmen auch unter anspruchsvollen Bedingungen äußerst zuverlässig und kompetent arbeiten“,

sagt Sven Teiwes, Projektleiter Bau bei RES.

Quelle: RES

 


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