Bernd Endres, Vice President der Business Unit Large Roller Bearings & Sector Wind bei Schaeffler, verweist auf die steigenden Anforderungen durch wachsende Anlagengrößen: Mit zunehmender Leistung der Turbinen gewinne die Zuverlässigkeit von Komponenten an Bedeutung.
„Was zählt, ist nicht der nächste Anlagenrekord, sondern verlässliche Spitzenleistungen in den Bereichen Innovation, Technologie, Fertigung und Logistik – Kompetenzen, die nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg vorantreiben und unseren Kunden zum Erfolg verhelfen.“
Neuer Prüfstand für Rotorlager in Dänemark
Im Jahr 2025 hat Schaeffler in Lindø, Dänemark, einen Prüfstand für Rotorlager in Betrieb genommen. Dort lassen sich Lagersysteme in Originalgröße testen, einschließlich Schmierung und Abdichtung, auch für Anlagen im Leistungsbereich von mehr als 20 Megawatt. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben mit Turbinen- und Getriebeherstellern zusammen, um Produkte über Systemsimulationen, Prüfstandstests und Messprogramme vor Ort zu validieren. Bereits vor mehr als zehn Jahren hatte Schaeffler mit dem Wind Power Standard (WPOS) einheitliche Qualitätsvorgaben für Windkraftlager eingeführt.
Getriebe- und Rotorlager für höhere Lastanforderungen
Für Stirnradgetriebestufen bietet Schaeffler Lagerlösungen in X-life-Qualität an, die laut Unternehmen auch unter wechselnden Last- und Windbedingungen einen stabilen Betrieb ermöglichen sollen. Bei der Rotorlagerung neuer Multimegawatt-Anlagen kommen zunehmend angestellte Lagerungskonzepte zum Einsatz, um die Lagerung kompakter zu gestalten. Ergänzend bietet Schaeffler das Messsystem Premesy an, mit dem sich die Lagervorspannung während Montage und Betrieb überwachen lässt.
Generatorlager mit Stahlkäfig
Für Generatoranwendungen hat Schaeffler die Rillenkugellager der G-Serie entwickelt. Anders als bei bisherigen Ausführungen mit gefrästem Messingkäfig kommt hier ein Stahlkäfig zum Einsatz, der laut Hersteller die Reibung verringert und die Nachschmierfähigkeit sowie die Schmierstoffkapazität im Lager verbessert. Die Lager sind auch in stromisolierenden Varianten verfügbar – als Hybridlager oder mit Aluminiumoxidbeschichtung.
Schmierstoffe für Hauptlager
Für die Hauptlager von Windkraftanlagen stellt Schaeffler zudem die Schmierstoffe Arcanol LOAD400 und LOAD460 vor. Sie sind für Einsatzbedingungen mit hohen Belastungen, niedrigen Temperaturen und langen Wartungsintervallen ausgelegt und sollen Verschleiß-, Korrosions- und Feuchtigkeitsschutz bieten.
Das Unternehmen ist auf der WindEnergy Hamburg 2026 in Halle B5, Stand 333.
Quelle: Schaeffler
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