BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek:
„Die Länder haben erkannt: Deutschland muss beim Ausbau der Windenergie klaren Kurs halten. Gerade in Zeiten fossiler Energiekrisen wären neue Unsicherheiten oder ein Ausbaustopp ein Irrweg. Die Finanzierbarkeit von Windkraftprojekten muss gewährleistet bleiben. Wer jetzt durch ungeeignete Steuerungsmechanismen Investitionen gefährdet, riskiert unmittelbar Versorgungssicherheit, Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Energieunabhängigkeit.“
Während die Bundesregierung mit ihren Gesetzesplänen neue Risiken für den Windkraftausbau schaffen könnte, haben die Länder ihr Bekenntnis zu den Ausbauzielen und den zusätzlichen Ausschreibungen aus dem Klimaschutzprogramm bekräftigt. Zudem mahnen sie einen stärkeren Windenergieausbau auch in Süddeutschland an.
„Die Windenergie an Land wird in ganz Deutschland gebraucht und kann durch eine stabile Genehmigungslage in allen Bundesländern an Tempo gewinnen. Ein regional breiter Ausbau senkt Systemkosten, stärkt die Netzverträglichkeit und reduziert den Bedarf an Redispatch-Maßnahmen. Dafür braucht es bessere Rahmenbedingungen statt neuer Hürden“,
so Heidebroek. In ihrer Erklärung bekräftigen die Länder ihre Ablehnung des Redispatch-Vorbehalts. Die BWE-Präsidentin fordert nun auch die Bundesregierung auf, das Instrument vollständig aus künftigen Gesetzesplänen zu streichen:
„Die Länder geben mit ihren Beschlüssen klaren Rückenwind für einen pragmatischen Kurs: mehr Tempo beim Netz- und Speicherausbau sowie verlässliche Investitionsbedingungen statt zusätzlicher Risiken für Windkraftprojekte. Jetzt muss auch die Bundesregierung einlenken und EEG sowie das durchaus sinnvolle gesonderte Netzanschlusspaket entsprechend überarbeiten. Nur mit leistungsfähigen Netzen und praxistauglichen Regelungen für marktwirtschaftliche Instrumente wie Direktbelieferung, Speicher und PPAs erhält Deutschland ein resilientes und unabhängiges Energiesystem.“
Quelle: Bundesverband WindEnergie
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