Die ersten erzeugten Megawattstunden wurden bereits ins Netz eingespeist. Mit einer Gesamtleistung von 17 MWp wird die Anlage im Endausbau rund 6.320 Haushalte mit sauberem Strom versorgen – und kombiniert Photovoltaik, Landwirtschaft und Windkraft auf einer gemeinsamen Infrastruktur. Wind und Sonne ergänzen sich optimal, dadurch erhöht sich die jährliche Betriebsdauer von rund 2.000 auf 4.000 Stunden.

Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speichern garantiert konstanten und stabilen Strom für die umliegenden Gemeinden.

Jan Häupler, Vorstandsmitglied der oekostrom AG:

„Der Probebetrieb zeigt bereits eindrucksvoll, wie gut sich Wind und Sonne ergänzen. Mit derselben Infrastruktur erzielen wir nahezu doppelt so viele Betriebsstunden wie mit einer Einzelanlage – ein zentraler Effizienzgewinn für die Energiewende.“

Die Pflege der Grünflächen zwischen den Solarmodulen übernehmen in Zukunft Schafe – ein ökologisch durchdachter Ansatz zur Förderung der Biodiversität.

Effizienz durch Mehrfachnutzung

Ein Schlüssel zum Erfolg ist die gemeinsame Nutzung bestehender Netzableitungen und Netzanschlusspunkte. Dadurch erhöht sich die jährliche Betriebsdauer des Gesamtsystems von rund 2.000 auf nahezu 4.000 Stunden, ohne zusätzlichen Ressourcenverbrauch.

„Durch die Bauweise folgen unsere Solarmodule dem Tagesverlauf der Sonne von Ost nach West – vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. So nutzen wir Solarenergie gleichmäßig über den ganzen Tag und passen die Produktion optimal an den Verbrauch vor- und nachmittags an, ohne die typische Mittagsspitze. Gleichzeitig nutzen wir mit der Anbindung an den bestehenden Windpark vorhandene Strukturen optimal und sparen dadurch Kosten“,

erklärt Nils Müller, Vorstand von Green Planet Energy.

Batteriespeicher als nächster Entwicklungsschritt

Auch das geplante Batteriespeicherprojekt macht weiter Fortschritte: Die Anlage wurde am 19. Dezember 2025 offiziell bei der Behörde eingereicht.

„Mit dem Speicher heben wir das Hybridkonzept auf das nächste Level“,

sagt Christoph Grosssteiner, Geschäftsführer der oekostrom Produktions GmbH.

„Er macht die Einspeisung in das Verteilnetz nicht nur flexibler, sondern steigert auch den systemischen Nutzen für das Energiesystem.“

Energiewende aus der Region

Für Christoph Ehrenhöfer, Geschäftsführer der Stadtwerke Hartberg, zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie moderne Energielösungen regionale Wertschöpfung und ökologische Mehrfachnutzung verbinden:

„Parndorf ist ein Vorzeigeprojekt, das beweist, wie sich erneuerbare Energiequellen über das Jahr hinweg optimal ergänzen. Gleichzeitig zeigt die Agri-PV-Fläche, wie Energieproduktion und Landwirtschaft – etwa durch Schafbeweidung – harmonisch zusammenwirken können.“

Quelle: Green Planet Energy


Auch interessant:

Branchentreffen der Finanzierer und Vermarkter Erneuerbarer Energien
Der Kurswechsel der Bundesregierung wirkt sich auf EE-Finanzierung und Direktvermarktung aus. Das im EEG geregelte aktuelle Fördermodell ist nur noch bis Ende 2026 zulässig. Wie es um die ...
Wir beantworten die vielfältigen Fragen, die sich bei der Planung und Umsetzung von Windenergie-Projekten im Forst stellen.
Ihre Zahlen im Griff! Optimieren Sie die Kosten- und Ertragsplanung Ihrer Windenergieprojekte und steigern Sie deren Wirtschaftlichkeit.
Betreiberumspannwerke: So kommen Energieversorger und Produzenten zusammen
Aus Datenschutzgründen ist dieser Beitrag deaktiviert. Mit der Aktivierung findet eine Datenübertragung zu soundcloud statt.