Die Bauarbeiten am GICON-Höhenwindturm im brandenburgischen Schipkau stehen kurz vor dem Abschluss. Bis Ende dieser Woche sollen alle Großkomponenten montiert, die wesentlichen Arbeiten abgeschlossen und die Voraussetzungen für den Hub des Innenturms geschaffen sein.

Ab Samstag, 19. September 2026, kann täglich mit dem Beginn der Teleskopierung gerechnet werden. Der Start des Hubprozesses ist vollständig von den Witterungsbedingungen und den damit verbundenen Sicherheitsvorkehrungen abhängig. Derzeit plant GICON, den Hub am Sonntag, 20. September 2026, zu beginnen. Dieser Termin steht jedoch ausdrücklich unter Vorbehalt, Sicherheit geht vor Geschwindigkeit.

Bei der Teleskopierung wird der Innenturm mit einem speziell entwickelten Litzenhubsystem auf seine endgültige Höhe gefahren. Der Hub erfolgt mit einer Geschwindigkeit von rund neun Metern pro Stunde. Nach dem Erreichen der endgültigen Position muss der Innenturm fixiert werden. Insgesamt soll der Hubprozess etwa 24 Stunden dauern.

Nach Abschluss dieser Arbeiten wird der GICON-Höhenwindturm eine Gesamthöhe von 365 Metern erreichen. Damit wird er das größte Windrad der Welt und das zweithöchste Bauwerk der Bundesrepublik Deutschland sein. Zugleich markiert die Fertigstellung einen bedeutenden Meilenstein für die Entwicklung leistungsfähiger Onshore-Windenergieanlagen in großen Höhen.

Der GICON-Höhenwindturm nutzt die in größeren Höhen verfügbaren stärkeren und gleichmäßigeren Windverhältnisse. Die Technologie soll künftig dazu beitragen, zusätzliche Windenergie zu erzeugen, ohne dafür neue Flächen außerhalb bereits bestehender Windparks in Anspruch nehmen zu müssen. Bei einer geplanten Serienfertigung besteht das Potenzial, in den kommenden Jahren bis zu 4.000 GICON-Höhenwindtürme in Deutschland zu errichten.

Quelle: GICON

 


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