Der Windpark besteht aus zehn Windenergieanlagen des Typs Nordex N175/6.X. Die Anlagen gehören zur Delta4000-Plattform von Nordex und sind auf hohe Energieerträge bei gleichzeitig reduzierten Stromgestehungskosten ausgelegt. Die Turbinen mit 6,8 MW installierter Nennleistung kombinieren maximale Höhenerschließung mit einem 175-Meter-Rotor. 179 Meter hohe von Nordex selbst entwickelte Hybridtürme bringen die Rotoren in gleichmäßigere stärkere Windströmungen mit weniger Turbulenzen – ein entscheidender Hebel für mehr Energieertrag gerade im Binnenland. Mahlsdorf ist das erste Windparkprojekt weltweit, bei dem dieser Turbinentyp mit besonders hohen Hybridtürmen zum Einsatz kommt.

Effiziente Flächennutzung und hohe Erträge

Mit dem Windpark Mahlsdorf unterstreicht UKA ihren Ansatz, genehmigungsfähige Standorte durch moderne Anlagentechnologie und ein effizientes Park-Layout für alle Beteiligten so wirtschaftlich wie möglich zu erschließen. Der Park wird künftig jährlich Strom für circa 52.000 Drei-Personen-Haushalte erzeugen und leistet damit einen messbaren Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit sowie zur Reduzierung der CO₂ Emissionen. Nordex war bei dem Projekt nicht nur Hersteller und Lieferant der Windenergieanlagen und der Hybridtürme, sondern auch für Errichtung und Bau des Windparks verantwortlich.

Langjährige Partnerschaft zahlt sich aus

Der Windpark Mahlsdorf ist Teil einer umfassenden Projektpipeline, die UKA gemeinsam mit Nordex in Deutschland realisiert. Die enge Abstimmung zwischen Projektentwicklung, Turbinenhersteller und Bauausführung war ein zentraler Erfolgsfaktor für die termingerechte Fertigstellung.

Beteiligung der Gemeinden durch den Windkraft-Euro

Das Brandenburger Windenergieanlagenabgabegesetz (BbgWindAbgG) verpflichtet Anlagenbetreiber seit dem Jahr 2020, jährlich 10.000 Euro pro Windenergieanlage (WEA) jenen Gemeinden zu zahlen, deren Gemeindeflächen im Umkreis von 3.000 Metern um den Standort der WEA liegen. Ab 2026 wird die Abgabe leistungsabhängig gestaltet - konkret 5.000 € pro installierte Megawatt.

Darüber hinaus beteiligt UKA die anliegenden Gemeinden im Rahmen des § 6 des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien von 2023 in Abhängigkeit der tatsächlich eingespeisten Strommenge freiwillig finanziell. Der Vorhabenträger kann den umliegenden Gemeinden eine Beteiligung von insgesamt 0,2 Cent für jede Kilowattstunde, die vor Ort erzeugt wurde, anbieten. Als einbezogen gelten Gemeinden, deren Gemeindegebiet innerhalb eines Radius von 2,5 Kilometern um die Anlage liegt. Diese Zuwendungen unterliegen nicht dem kommunalen Finanzausgleich. Somit entscheiden die Gemeinden frei über die Verwendung, zum Beispiel für Infrastrukturprojekte, Investitionen in Kitas und Schulen, die Finanzierung der Kinderbetreuung, in Spielplätze und Freizeiteinrichtungen oder in die Finanzierung örtlicher Vereine.

Gernot Gauglitz, Geschäftsführender Gesellschafter UKA:

„Gerade unter den aktuell sehr herausfordernden Wettbewerbsbedingungen in den Ausschreibungen ist es erforderlich, mit der effizientesten Turbine an den Start zu gehen, um sich im Wettbewerb durchsetzen zu können. Ab Mai 2026 erwarte ich dauerhaft eine Überzeichnung in den Ausschreibungen von 400%. Nur der Projektentwickler, bei dem alles passt, damit meine ich, der die effiziente Turbine hat, bei dem die Baukosten gering sind, genug Wind weht und auch die Pachthöhen stimmen, wird sich durchsetzen. UKA hat deshalb sehr frühzeitig auf diesen neuen Turbinentyp gesetzt und ist somit in der Lage, zusammen mit seinem Premiumpartner Nordex auch in den künftigen Ausschreibungen trotz des immensen Wettbewerbs erfolgreich zu sein.“

Karsten Brüggemann, Vice President Region Central der Nordex Group:

„Der Windpark Mahlsdorf ist für Nordex ein echtes Leuchtturmprojekt und markiert einen wichtigen Meilenstein in unserer Technologieentwicklung. Mit der erstmaligen Inbetriebnahme eines gesamten Windparks mit Anlagen des Typs N175/6.X zeigen wir, welches Potenzial moderne Turbinentechnologie gerade an Standorten mit mittleren Windverhältnissen entfalten kann. Dass diese Weltpremiere in Mahlsdorf gelungen ist, verdanken wir nicht zuletzt der langjährigen und vertrauensvollen Partnerschaft mit UKA. Von der Projektentwicklung über die technische Auslegung bis hin zur Umsetzung auf der Baustelle war die enge Abstimmung aller Beteiligten entscheidend für den Erfolg. Für uns ist dieses Projekt ein starkes Signal für den weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland, für unsere Partnerschaft mit UKA und für die Wettbewerbsfähigkeit innovativer Technologien Made by Nordex.“

 

Nordex Group erhält ersten Auftrag für N175/6.X-Anlage mit 199 Meter Nabenhöhe

Die Nordex Group hat ihren ersten Auftrag für die Turbine des Typs N175/6.X mit einer Nabenhöhe von 199 Metern erhalten. Das 21-MW-Projekt Marienmünster-Altenbergen in Nordrhein-Westfalen markiert damit einen weiteren Meilenstein in der technologischen Entwicklung moderner Onshore-Turbinen. Mit der Umsetzung dieses Projekts wird die Nordex Group im Laufe des Jahres 2027 ihre aktuell höchste serienproduzierte Windenergieanlage errichten.

Kunde des Projekts ist die Westfälisch-Niedersächsische Energie GmbH & Co. KG. Geliefert und errichtet werden drei Anlagen des Typs N175/6.X mit einer Nennleistung von jeweils 7 MW, installiert auf dem von Nordex selbstentwickelten Hybrid-Turmsystem mit 199 Meter Nabenhöhe. Der Turm besteht im unteren Bereich aus Beton, der obere Bereich ist aus Stahl. Die Fundamentbauarbeiten sollen im September 2026 starten, die Inbetriebnahme des Windparks ist für Sommer 2027 geplant.

Dank der außergewöhnlichen Nabenhöhe von 199 Metern und einer Gesamthöhe der Rotorblattspitze von über 286 Metern produziert die N175/6.X Strom bereits bei sehr geringer Anströmung. Durch die größere Nabenhöhe werden stabilere Windströmungen früher erreicht, was die Verfügbarkeit der Anlage insbesondere in windschwächeren Phasen deutlich erhöht.

Gerade in Zeiten geringer Windeinspeisung sind in Deutschland die Strompreise häufig höher. Die N175/6.X ermöglicht es Betreibern daher, gezielt in Phasen mit erhöhter Marktattraktivität zu produzieren und so einen überproportionalen wirtschaftlichen Mehrwert zu erzielen. Gleichzeitig trägt die Anlage durch ihre Fähigkeit zur Stromerzeugung bei niedriger Anströmung zu einer gleichmäßigeren Einspeisung erneuerbarer Energie bei und leistet damit einen besonders wirksamen Beitrag zur Energiewende.

„Wir freuen uns sehr, dieses zukunftsweisende Pilotprojekt gemeinsam mit Nordex realisieren zu dürfen und damit an einem bedeutenden Meilenstein der Windenergiebranche mitzuwirken. Die außergewöhnliche Nabenhöhe von 199 Metern stellt insbesondere für unsere Region einen wichtigen Schritt zur Abkehr von fossilen Energien hin zu erneuerbaren Energien durch eine gesteigerte Ertragssicherheit der Windenergieanlagen dar“,

sagt Alexander Möhring, Geschäftsführer der Westfälisch-Niedersächsische Energie WNE.

Karsten Brüggemann, Vice President Region Central der Nordex Group:

„Nordex ist für Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von 199 Metern bestellfähig. Mit der N175/6.X auf dieser Nabenhöhe erschließen wir für unsere Kunden ganz neue Möglichkeiten für eine wirtschaftliche und marktnahe Windstromerzeugung im Vergleich zu anderen Anlagentypen.“

Durch den Einsatz eigener Betonturmtechnologie bei über 2.500 Anlagen weltweit und mit zahlreichen Nordex-Hybridturm-Projekten in Finnland (168 Meter Nabenhöhe), in Deutschland und im weiteren europäischen Ausland (179 Meter Nabenhöhe) hat die Nordex Group die technologische Basis für eigene große Beton-Stahl-Hybridtürme erfolgreich unter Beweis gestellt. Der Schritt auf 199 Meter Nabenhöhe ist eine konsequente Weiterentwicklung dieser Technologie und setzt neue Maßstäbe für eine resiliente und marktorientierte Onshore-Windenergie in Deutschland.

Die N175/6.X gehört zur bewährten Delta4000-Plattform der Nordex Group. Mit einem Rotordurchmesser von 175 Metern und einer überstrichenen Fläche von mehr als 24.000 Quadratmetern erzielt die Anlage besonders hohe Erträge - insbesondere in Kombination mit sehr großen Nabenhöhen.

Quelle: Nordex


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