Green Planet Energy ist 2025 weiter gewachsen: Über 7.000 Menschen traten der Genossenschaft im vergangenen Jahr bei, damit zählt sie inzwischen mehr als 50.000 Mitglieder. Auch im Energievertrieb legte das Unternehmen zu: Zum Jahresende versorgte die Genossenschaft bundesweit knapp 200.000 Kund:innen, rund 6.000 Stromkund*innen mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den die von den Mitgliedern gewählten Vertreter*innen auf ihrer Jahresversammlung bestätigten.
Zwölf Millionen Euro Investitionen in Erneuerbare Energien
„Gerade jetzt, wo in Berlin wieder stärker auf Öl und Gas gesetzt wird, wollen viele Menschen die Energiewende gemeinsam mit uns voranbringen",
sagt Nils Müller, Vorstand von Green Planet Energy. Nach eigenen Angaben investierte die Genossenschaft 2025 zwölf Millionen Euro in Erneuerbare Energien und neue Geschäftsfelder – von Wind- und Solarparks bis zu Mieterstrom und Wärmepumpen.
Mit den neuen Mitgliedern stärkte die Genossenschaft ihre Eigenkapitalbasis und schloss das Geschäftsjahr 2025 im Einzelabschluss mit einem Jahresüberschuss von 3,1 Millionen Euro ab. Die Vertreter:innen beschlossen für das Geschäftsjahr eine Ausschüttung von zwei Prozent. Der überwiegende Teil des erwirtschafteten Kapitals verbleibt damit in der Genossenschaft und fließt in den weiteren Ausbau der Energiewende.
Windpark-Projekte und neues Hybridkraftwerk
Mit den zusätzlichen Mitteln trieb Green Planet Energy weitere Projekte voran: Das Repowering des Windparks Uetersen wurde 2025 abgeschlossen, der Windpark Bälau mit dem ersten eigenen Umspannwerk der Genossenschaft ist inzwischen in Betrieb, der Windpark Erftstadt soll demnächst folgen. Mit der Fertigstellung der Agri-Photovoltaikanlage im österreichischen Parndorf ging zudem das erste Hybridkraftwerk der Genossenschaft ans Netz, realisiert gemeinsam mit Partnern. Zudem begann der Bau eines Biodiversitätssolarparks im niedersächsischen Dedendorf.
Über die eigenen Projekte hinaus unterstützte Green Planet Energy gemeinsam mit Greenpeace e.V. und der Umweltstiftung Greenpeace ein Pilotprojekt für den grünen Wiederaufbau in der Ukraine. In der Stadt Trostjanez nahe der russischen Grenze wird seit Ende 2025 ein großes Wohngebäude mithilfe von Wärmepumpen, Photovoltaik und Erdwärme klimafreundlich mit Energie versorgt.
Neues Joint Venture für Direktvermarktung
Ein weiterer Schritt 2025 war die Gründung von HandelGrün: Gemeinsam mit weiteren unabhängigen Ökostromanbietern brachte Green Planet Energy eine Direktvermarktung auf den Weg, an der keine fossilen Energiekonzerne beteiligt sind. Damit erweitert die Genossenschaft ihr Engagement um Bereiche wie Direktvermarktung, Flexibilitäten und die Integration erneuerbarer Energien in den Strommarkt.
Parallel wächst das Geschäft rund um die dezentrale Energieversorgung: Von Mieterstrom und Solarlösungen über Wärmepumpen bis zur kommunalen Wärmeplanung entstehen Angebote für Bürger:innen, Unternehmen und Kommunen. Laut Unternehmensangaben entwickelte sich vor allem das Wärmepumpengeschäft positiv.
Vorstand Sönke Tangermann kommentiert die Entwicklung:
„Unsere Entwicklung zeigt, dass die Energiewende wirtschaftlich erfolgreich ist. Was sie bremst, sind nicht fehlende Technik oder fehlendes Kapital, sondern das politische Festhalten an fossilen Geschäftsmodellen."
Quelle: Green Planet Energy
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