Die Laufzeit des neuen Konsortialkreditvertrags beträgt drei Jahre. Er bildet die finanzielle Basis für die weitere strategische Geschäftsentwicklung.
„Der neue Konsortialkreditvertrag stützt die strategische Entwicklung von ENERCON und stellt den geplanten Wachstumskurs sicher“,
sagt Enercon-CFO Dr. Michael Jaxy.
Zeitgleich konnte Enercon die letzten Raten eines Kredits des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung vorzeitig zurückzahlen. Der Kredit war bis Ende 2026 vorgesehen. Das Unternehmen hatte diesen Kredit in Höhe von 500 Millionen Euro im Jahr 2022 für notwendige Stabilisierungsmaßnahmen infolge der Corona-Pandemie erhalten.
„Damit ist die Restrukturierung ENERCONs auch formell erfolgreich abgeschlossen“,
sagt Heiko Janssen, Vorstandsvorsitzender der Aloys Wobben Stiftung (AWS), Enercons Alleingesellschafterin.
Die AWS hatte einen umfangreichen Turnaround-Prozess eingeleitet und durchgeführt, nachdem das Unternehmen 2019 infolge des Einbruchs des Onshore-Marktes in eine existenzielle Krise geraten war. Heiko Janssen weiter:
„Wir freuen uns, dass wir diesen herausfordernden Prozess zusammen mit dem ENERCON-Vorstand und den Finanzierungspartnern erfolgreich umgesetzt haben und nun gemeinsam in eine erfolgversprechende Wachstumsphase starten.“
Mit dem neuen Konsortialkreditvertrag vergrößert sich das Bankenkonsortium, das Enercon unterstützt, von bisher zehn auf elf Institute. Die Koordinierung des Konsortiums erfolgte durch die Commerzbank AG und die Deutsche Bank AG. Im Rahmen des Förderangebots „Absicherungsinstrument für Transformationsindustrien“ hat sich auch die KfW am Kreditvertrag beteiligt.
„Es zeugt von großem Vertrauen in unsere neue strategische Ausrichtung, dass unsere Finanzierungspartner aus der Restrukturierung weiterhin an Bord sind und wir darüber hinaus neue Institute dazugewinnen konnten“,
sagt Enercon-CEO Udo Bauer. Das Unternehmen gelte als verlässlicher Partner mit zukunftsfähigem Geschäftsmodell. Dies zeige sich an einem wachsenden Auftragseingang von knapp sechs Milliarden Euro bis zum Jahresende 2025 sowie einem starken Kundeninteresse an den Produkten als Lösungsanbieter für das Ökosystem der erneuerbaren Energien.
„Kunden und Partner verstehen, dass wir inzwischen mehr liefern als nur Windturbinen, und uns mit dieser strategischen Repositionierung optimal auf die neuen Marktbedürfnisse ausrichten. Das kommt im Markt sehr gut an. Kunden und Partner wissen, dass vernetzte Lösungen für die Energiewende immer wichtiger werden“,
erklärt Enercon-CEO Udo Bauer.
Quelle: Enercon
Auch interessant:
- Fachartikel24.08.2026Betriebs- und Anlagendaten müssen heute in immer mehr Prozessen zuverlässig verfügbar sein – von der Prognose über die Vermarktung bis zum Redispatch. Digitale ...
- Fachartikel20.08.2026Nach Jahren des Rekordwachstums kämpfte die Windindustrie mit Qualitätsproblemen, Preisdruck und Verlusten. Nun setzen die europäischen Hersteller auf ...
- Fachartikel04.08.2026Mit den Nabenhöhen wachsen auch die Anforderungen an die Hebetechnik: Moderne Systeme sollen Wartungseinsätze in Windenergieanlagen schneller, sicherer und ...







