ENERCON präsentiert auf der WindEnergy 2026 in Hamburg seine Anlagenplattform E-175 EP5 E2, deren Leistungsbewertung kürzlich aktualisiert wurde. Die ausgewiesene Annual Energy Production (AEP) und der Referenzertrag steigen gegenüber dem ursprünglichen Ausgangswert um je 5,5 Prozent. Auf der WindEurope in Madrid hatte ENERCON bereits eine AEP-Steigerung um 2,8 Prozent kommuniziert; nun kommt eine zusätzliche Steigerung um weitere 2,7 Prozent hinzu.
Grundlage der Anpassung ist die Auswertung umfangreicher Betriebsdaten aus dem Feld. Bereits zur Markteinführung hatte ENERCON bewusst einen konservativen Ansatz gewählt und Leistungskennwerte auf Basis belastbarer Annahmen ausgewiesen. Mit zunehmender Betriebsdauer und breiterer Datenbasis konnte das tatsächliche Ertragspotenzial nun präziser bewertet werden. Die realisierten AEP-Steigerungen können je nach Standortbedingungen variieren.
Udo Bauer, ENERCON CEO:
„Was zunächst konservativ bewertet wurde, hat sich im Feld als noch leistungsfähiger erwiesen als ursprünglich veranschlagt. Die aktuellen Ergebnisse bestätigen das hohe Potenzial der Plattform und ermöglichen es uns, dieses nun auch in den ausgewiesenen Leistungsdaten abzubilden. Unter realen Bedingungen hat die E-175 EP5 E2 die ohnehin schon hohen Erwartungen noch einmal weit übertroffen.“
Zur aktualisierten Bewertung tragen mehrere Faktoren bei: eine erweiterte Feldvalidierung, optimierte und validierte Betriebsstrategien sowie neue technologische Funktionen. Einen wesentlichen Beitrag leistet IPC – Individual Pitch Control. Die Technologie ermöglicht eine präzisere, individuelle Ansteuerung der Rotorblätter und unterstützt eine optimierte Leistungsabgabe unter realen Standort- und Betriebsbedingungen. Bereits im August hatte das Modell E-175 EP5 E2 das finale Typenzertifikat erhalten. Nach erfolgreichem Abschluss der Validierungsphase hatte der Zertifizierer TÜV Süd die Konformität mit der internationalen Norm IECRE bestätigt und die offiziellen Dokumente übergeben.
Jörg Scholle, ENERCON CTO:
„Die zusätzliche AEP-Steigerung ist das Ergebnis sehr präziser Entwicklungs- und Validierungsarbeit unserer Teams. Insbesondere bei der Weiterentwicklung von IPC, der Anpassung von Betriebsstrategien und der Auswertung realer Felddaten haben unsere Kolleginnen und Kollegen technisch hervorragende Arbeit geleistet. Genau diese Detailarbeit macht es möglich, das Leistungspotenzial der E-175 EP5 E2 noch besser auszuschöpfen und belastbar in den ausgewiesenen Daten abzubilden.“
Voraussetzung für das Erreichen der neuen AEP ist ein Upgrade mit den genannten Technologien und Funktionen. Dieses ist nicht Bestandteil des Standardlieferumfangs und wird als kostenpflichtige Option für Neubestellungen angeboten. Die aktualisierten AEP-Werte spiegeln Erkenntnisse aus dem praktischen Betrieb wider. Bereits beim Vorgängermodell verfolgte das Unternehmen einen vergleichbaren Ansatz: Leistungsreserven wurden erst nach umfassender Validierung offiziell ausgewiesen.
Für Betreiber schafft die aktualisierte Bewertung eine präzisere Grundlage für Projektplanung und Ertragsprognosen. Gleichzeitig bestätigt sie die starke Performance einer Anlagenplattform, die sich bereits erfolgreich im Markt etabliert hat und ihr Potenzial nun noch deutlicher zeigt. Da der zusätzliche Energieertrag ohne Erhöhung der Nennleistung erschlossen wird, können Projekte wirtschaftlich attraktiver werden, ohne automatisch zusätzliche Anforderungen an Netzanschluss, Leistungsklasse oder Systemintegration auszulösen.
Mit 7,0 MW Nennleistung und 175 Meter Rotordurchmesser ist die E-175 EP5 E2 ENERCONs ertragsstärkster Anlagentyp. Die aktuell erfolgreichste Onshore-Turbine ist zudem zentrale Säule der Marktstrategie des Unternehmens und Kern des Lösungsportfolios, mit dem ENERCON Kunden bei der Realisierung von Erneuerbare Energien-Projekten unterstützt.
Quelle: Enercon
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© Sarah-Charline Meiners





