Bedarfsgerechte Befeuerung - Mehr Akzeptanz für Windparks

Eine bedarfsgerechte Befeuerung von Windparks reduziert die bisher gesetzlich vorgeschriebene Dauerbefeuerung auf ein Zehntel. Das airspex-System der Firma Enertrag mit Radarerkennung von anfliegenden Flugzeugen geht nach zweijähriger Testphase jetzt im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein in den Regelbetrieb. Die nächtliche Befeuerung von Windparks schmälert die Akzeptanz von Windparks und führt in der Folge in manchen Landkreisen zu Höhenbegrenzungen bei Neuplanungen.
Mit einer radargestützten bedarfsgerechten Befeuerung hat der Brandenburgische Windparkbetreiber Enertrag jetzt erstmals die Genehmigung für ein System erhalten, dass das nächtliche Blinken der Anlagen weitgehend beendet. Die Steuerung schaltet die Befeuerung nur noch an, wenn das Radarsystem ein anfliegendes Flugzeug entdeckt. Nach zweijährigen Tests geht das System „airspex“ in den regulären Betrieb.

Grafiken aus dem Whitepaper:

Aus dem Inhalt:

  • Die nächtliche Befeuerung senkt die Akzeptanz von Windparks
  • Helligkeit der Gefahrenfeuer ist binnen zehn Jahren um 95% gesunken
  • Helligkeit der Befeuerung wird je nach Sichtweite gesteuert
  • Bedarfsgerechte Befeuerung schaltet Blinken in neun von zehn Stunden ab
  • Ständige Überwachung des Luftraums
  • Keine pauschale Antwort zur Wirtschaftlichkeit
  • Künftig können viele Windparks nachts dunkel bleiben

Autoren

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Autor: Thomas Herrholz

Thomas Herrholz, Jahrgang 1977, verheiratet, wohnt in Mecklenburg, Studium der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Erneuerbare Energien an der Universität Rostock und der Fachhochschule Stralsund, seit 2001 bei der ENERTRAG AG in der Betriebsführung und der Produktentwicklung tätig. Seit 2008 Geschäftsführer der ENERTRAG Systemtechnik GmbH mit Arbeitsschwerpunkt auf Befeuerungslösungen und bedarfsgerechter Befeuerung. Mitglied im BWE Hersteller- und Zuliefererbeirat sowie im Sprecherkreis des BWE-Arbeitskreises „Kennzeichnung“