Sechs neue Windkraftanlagen im Hunsrück geplant – ABO Wind informiert

Noch drei Wochen lang können interessierte Bürger die Antragsunterlagen des Hunsrücker Windparks Treis-Karden/Mörsdorf im Internet und in den Verbandsgemeinde-Verwaltungen einsehen. Aus Anlass der Offenlage des Genehmigungsantrags lud der Projektentwickler ABO Wind am vergangenen Dienstagabend die Anwohner zu einer Infomesse zum Windpark ein. Rund 150 Besucher diskutierten mit zahlreichen anwesenden Experten über die Windenergie und die geplanten Standorte.

Die sechs Anlagen des Typs Vestas V150 mit einer Gesamtleistung von 25,2 Megawatt sollen circa 75 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom pro Jahr produzieren – so viel verbrauchen rund 45.000 Menschen in ihren Häusern und Wohnungen. 50.000 Tonnen Kohlendioxid blieben der Umwelt jährlich erspart. ABO Wind hat in den vergangenen fünf Jahren bereits 15 Anlagen in Mörsdorf und den benachbarten Gemeinden Lahr und Zilshausen errichtet. Pachteinnahmen aus den Mörsdorfer Anlagen trugen einen erheblichen Teil zur Finanzierung der Hängeseilbrücke Geierlay bei. Die touristische Attraktion lockte in den vergangenen vier Jahren mehr als eine Million Besucher in den Hunsrück.

Auf der Infomesse informierten sich Bürger an fünf Stationen über alle Aspekte des Windparks. Neben dem Projektentwickler ABO Wind, der über die Planungen und den Bau des Projektes berichtete, sowie dem künftigen Betreiber, der Stadtwerke-Kooperation Trianel Erneuerbare Energien, waren mit der IEL GmbH (Schall- und Schatten) und ecoda (Naturschutz) auch zwei Gutachterbüros vertreten. Darüber hinaus informierten Vertreter der Landesforsten Rheinland-Pfalz über Windenergie im Wald. Um Anwohnern Gelegenheit zu geben, sich ausgewogen zu informieren, hatte ABO Wind auch die Interessengemeinschaft Flaumbachtal-Beurenkern eingeladen, die dem Projekt kritisch gegenübersteht.

Die Flächen des künftigen Windparks wurden im Jahr 2013 im Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Treis-Karden als Vorranggebiet für Windkraft ausgewiesen. Die Pachteinnahmen der Anlagen auf kommunalen Flächen kommen den Gemeinden und damit den Bürgern zugute. Über einen Solidarpakt sind auch diejenigen Ortsgemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Treis-Karden an den Einnahmen beteiligt, auf deren Flächen keine Windkraftanlagen errichtet werden.

„Wir haben den Antrag auf Genehmigung im Juli eingereicht und sind zuversichtlich, im Herbst 2020 mit dem Bau zu beginnen“, sagte Projektleiter Sebastian Schroll. „Viele Anwohner kennen unser Unternehmen bereits vom Bau der früheren Windparks. Dennoch war es uns wichtig, unsere Planungen vorzustellen und im Gespräch mit den Bürgern Fragen zu beantworten und Bedenken auszuräumen.“  Auch im weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens und während des Baus können sich Anwohner im Internet unter www.windpark-treis-karden.de informieren. Dort hat ABO Wind unter anderem die Posteraustellung der Infomesse zum Download bereitgestellt.

Quelle: https://www.abo-wind.com