Initiative für Windenergie-Ausbau in Deutschland wächst

Ein weiteres Dutzend Unternehmen, Kommunen und Verbände haben sich in den vergangenen Wochen der Initiative #windforfuture angeschlossen. Sie alle wollen ein Zeichen setzen, dass jetzt staatliches Handeln gefordert ist, um Investitionen beim Ausbau der Windenergie in Deutschland zu ermöglichen. Das ist in Zeiten der Corona-Krise ein wichtiges industriepolitisches Ziel.

100.000 Arbeitsplätze akut bedroht

Gemeinsam fordern die Unterstützer von #windforfuture die Bundes- und Landespolitik zu entschlossenem Handeln auf: Zum Schutz des Klimas, zur Erhaltung der Energiewende und zur Rettung von weit über 100.000 Arbeitsplätzen in der Zukunftsbranche Erneuerbare Energie, in der Deutschland seine Rolle als internationaler Technologieführer zu verlieren droht.

„Wir freuen uns sehr, dass sich Unterstützer aus der gesamten Wind-Community unserer Initiative angeschlossen haben. Ob Umweltverbände, Projektierer, Kommunen oder Lieferanten, uns eint der Wille, die Energiewende zum Erfolg zu tragen. Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, dass diese so wichtige Zukunftstechnologie und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland eine Zukunft haben. Das ist gerade in diesen Corona-Zeiten mit den enormen Belastungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland so wichtig“, erklärt Dirk Güsewell, bei der EnBW für den Ausbau der Erneuerbaren Energien verantwortlich.

Trend zeigt bedrohliche Entwicklung: Windkraft wird sogar zurückgehen

Trotz eines weiterhin breiten Zuspruchs in der Bevölkerung und ambitionierten klimapolitischen Zielen der Politik wird die Windkraft in Deutschland sogar zurückgehen, wenn es jetzt keine Trendwende gibt. Die bittere deutsche Realität ist: Während der Gesetzgeber bei Genehmigungsverfahren von 4 oder 7 Monaten ausgeht, dauert es tatsächlich fünfmal solange. Lediglich 325 neue Anlagen sind im Jahr 2019 bundesweit gebaut worden. Das ist der niedrigste Stand seit 20 Jahren.

Quelle: enbw.com