Nordex investiert 25 Millionen in Rotorblatt-Produktion

Der Windanlagenbauer Nordex baut sein Rotorblattzentrum aus. Am 21. August 2014 erfolgte die Grundsteinlegung für eine neue Produktionshalle. Bis 2016 werden nach Angaben von Nordex insgesamt 50 Millionen Euro investiert.

Rostock – Landesenergieminister Christian Pegel (SPD) legt am Montag den Grundstein für eine rund 25 Millionen Euro teure Erweiterung des Nordex-Produktionswerks in Rostock. Ausgebaut wird das Rotorblattzentrum, teilte der Windkraftanlagenbauer mit. Auch Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und der Nordex-Vorstandschef Jürgen Zeschky nehmen an der Veranstaltung teil.
Die Modernisierung wurde nötig, weil größere Rotorblätter produziert werden sollen als früher – und dafür werden größere Werkzeuge gebraucht. Bestehende Produktionshallen werden deswegen umgebaut. Für die Endbearbeitung der Rotorblätter wird zudem eine 10.500 Quadratmeter große neue Halle errichtet.

2016 sollen bei Nordex Rostock 840 Rotorblätter produziert werden


„In seinem Rostocker Werk konzentriert sich Nordex zukünftig auf die Fertigung der modernsten und größten Rotorblätter“, teilte das Unternehmen mit. Das Werk werde zur „lead factory“ ausgebaut, soll also eine Vorreiterrolle einnehmen: Laufen die Prozesse dort gut, könnten sie auf andere Standorte übertragen werden.
Aktuell stellt Nordex etwa ein Viertel seines Bedarfs an Rotoren selbst her. Dieser Anteil bleibe stabil, hieß es. Die absolute Zahl aber soll steigen: 2013 wurden in Rostock 300 Rotorblätter produziert, 2014 sollen es schon mehr als 500 sein. Bis 2016 steige die Kapazität auf bis zu 840 Rotorblätter.

Bis 2016 werden 50 Millionen Euro investiert


Rund 50 Millionen Euro investiert das Unternehmen bis 2016 insgesamt in die Blatttechnologie. Neben dem Werk in Rostock wird die Kooperation mit internationalen Partnern verstärkt. Das sei wichtig, da vier von fünf Turbinen, die Nordex baut, außerhalb von Deutschland ans Netz gehen.
Nordex beschäftigt in Rostock etwa 1350 Mitarbeiter. Nach einem guten ersten Quartal hatte die Unternehmensführung ihre Prognose für 2014 angehoben. Erwartet wird ein Umsatz von 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro.

WID / dpa-AFX