Zertifizierter Weiterbetrieb nach 20 Jahren

Die WindGuard Certification ist für die Zertifizierung des Weiterbetriebs von Windenergieanlagen nach Ablauf der Entwurfslebensdauer akkreditiert worden.

Ausgerichtet an den Anforderungen aus der Richtlinie für Windenergieanlagen – Einwirkungen und Standsicherheitsnachweise für Turm und Gründung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt 2012) sowie der GL-Richtlinie für den Weiterbetrieb von Windenergieanlagen, definiert das Zertifizierungsprogramm die Nachweisführung, wodurch Windenergieanlagen auch nach Ablauf ihrer Entwurfslebensdauer weiterhin sicher betrieben werden können. Das Verfahren ist auch auf Anlagentypen anwendbar, deren Hersteller nicht mehr am Markt vertreten sind.

„Die erste Anlagengeneration in Deutschland ist am Ende ihrer Entwurfslebensdauer von meistens zwanzig Jahren angelangt. Bei vielen Anlagen und Standorten ist aber ein Weiterbetrieb über diese Frist hinaus problemlos möglich“, erklärt Dr. Kai Irschik, Geschäftsführer der WindGuard Certification, „Wir analysieren die Typenprüfung und prüfen, ob sie immer noch die gültigen Richtlinien erfüllen. Wenn ja, kann das Zertifikat für den Weiterbetrieb für einen Zeitraum von maximal zwei Jahre erteilt werden.“ Dies ermöglicht dem Betreiber in den meisten Fällen einige weitere Jahre Energieertrag ohne erneute Investitionen.

Die Basis für die Zertifizierungsentscheidung bildet die Inspektion jeder einzelnen WEA. Jeder kennt dies Verfahren vom KFZ. Auch hier wird alle zwei Jahre eine Zustandsbegutachtung durchgeführt. Damit wird gleichzeitig die alle zwei Jahre fällige Wiederkehrende Prüfung (WKP) durch eine Prüfung auf Weiterbetrieb abgelöst, sodass keine doppelten Kosten entstehen.