Siemens installiert dritte Station für Anschluss von Nordseewindparks

Die Firma Siemens hat an der Nordsee die dritte Station für den Anschluss eines Hochseewindparks fertig gestellt. Nördlich von Helgoland ging nach Firmenangaben die Plattform „Helwin 2“ in Betrieb.

München/Helgoland - Siemens hat die dritte Station für den Anschluss von Hochseewindparks vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste fertiggestellt. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, wurde nördlich der Insel Helgoland die Plattform „Helwin 2“ zur Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom installiert. Damit soll der Strom ohne größere Verluste an Land transportiert werden.

Eine verspätete vierte Station für die Gewässer vor Sylt warte außerdem nur noch auf günstiges Wetter, um an ihren Bestimmungsort geschleppt zu werden, sagte ein Sprecher. Beide Plattformen sind für Projekte des Netzbetreibers Tennet bestimmt.

Im vergangenen August hatte Siemens mit gut einem Jahr Verspätung die erste Station vor Helgoland verankert. Eine weitere Plattform hatte das Unternehmen im Frühjahr vor Borkum in Position gebracht. Die insgesamt vier Stationen sollen innerhalb der nächsten zwölf Monate in Betrieb gehen. Der Auftrag für Plattform Nummer fünf, die ebenfalls vor Borkum liegen soll, ging bei Siemens erst im April ein.

 

„Borwin 3“ soll 2019 betriebsbereit sein

Die Verzögerungen bei den ersten Projekten kosteten die Münchner mehrere hundert Millionen Euro. 2011/2012 musste der damalige Konzernchef Peter Löscher deshalb sogar die Gewinnprognose kappen. „Helwin 2“ konnte den großzügigeren Zeitplan jetzt aber einhalten.

(dpa)