Erzeugung und Veredelung - Energiepark mit Wasserstofferzeugung als als energiewirtschaftliches Zukunftsmodell

 

Bremer OSTWIND-Büro entwickelt im Leinetal einen Energiepark mit Wasserstofferzeugung, der als energiewirtschaftliches Zukunftsmodell für die Region dient.

Die OSTWIND­-Gruppe aus Regensburg hat für Deutschland eine strategische Neuorientierung eingeleitet. Ziel sei es nun, die Aktivitäten von OSTWIND stärker am Erneuerbaren-­Energien-­Markt der Zukunft auszurichten. Dazu gehören neben Wind auch Photovoltaik, passende Speicherpakete sowie langfristige Stromlieferverträge mit großen Unternehmen (PPA­Angebote) – und sogenannte Power­-to­-X­-Lösungen sowie entsprechende Dienstleistungen.

Der vom Bremer OSTWIND-­Büro geplante Energiepark Leinebergland ist beispielhaft für die neue Strategie einer Energiewende 2.0 mit Power-to­-X: In der Gemeinde Freden an der Leine ist die Idee entstanden, einen niedersächsischen Schwerpunkt für die Produktion, Veredelung und Speicherung erneuerbarer Energien zu schaffen. Seit 2012 gibt es dort eine PV­-Anlage am Sandbergweg, die bis zu drei Megawatt (MW) in das öffentliche Netz des Überlandwerkes Leinetal einspeist. Auch ein Windrad mit 2,5 MW Leistung ist angeschlossen.

In der Projektentwicklung befindet sich nun eine weitere Windenergieanlage mit 5,3 MW. Vorgesehen ist, dass für ihre Errichtung in spätestens zwei Jahren die Behördengenehmigung erfolgen soll. Darüber hinaus ist die Errichtung technischer Anlagen zur Herstellung von Wasserstoff aus Wind­ und Solarstrom geplant. Der Wasserstoff soll regional und überregional vertrieben werden. Vor Ort entsteht zum Beispiel eine Wasserstoff­-Tankstelle für LKW, Busse und PKW. Das Konzept sieht auch eine Schnellladestation für elektrisch betriebene Fahrzeuge vor. In Verbindung mit dem am Betriebsgrundstück vorbeiführenden Radwanderfernweg sind ein Kiosk, ein Motel und ein Parkplatz für LKW und Wohnwagen angedacht. Die Gebäude erhalten auf den Dachflächen Photovoltaikmodule, die zusammen rund 800 Kilowatt Strom erzeugen, der zur Wasserstoffproduktion eingesetzt wird.

 

Die Stromerzeugungskapazität aus Windkraft, PV und Wasserstoff liegt im potenziellen Leistungsbereich von 17 MW, sodass sowohl für die Wasserstoffproduktion (hier: Power to Gas) als auch für die Einspeisung ins niedersächsische Verbundnetz ausreichend regenerative Energie zur Verfügung steht. Zusätzlich ist eine Bioenergieanlage geplant, die Biogas (Methan) für Autos mit Gasantrieb (CNG) liefern könnte.

Zukunftsmodell für eine Region

Dabei will OSTWIND das Vorhaben nicht als nur eine Stromerzeugungsanlage mit regelmäßigen Einnahmen organisieren. Vielmehr möchte das Unternehmen die Energiewende 2.0 im „Leinebergland“ als energiewirtschaftliches Zukunftsmodell einer Region anlegen. Andreas Scharf, Leiter der Projektentwicklung: „Wir versuchen für den Betrieb des Energieparks vor Ort eine Allianz mittelständischer Unternehmen, interessierter Kommunen und engagierter Bürgerinnen und Bürgern zu schmieden, um der Tragweite des Projekts gerecht zu werden.“

 

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